Die ewige Suche nach den richtigen Kursen

3 11 2009

Gedankenspiele

Mann Mann Mann. Da läuft die Uni nun bereits seit rund 6 Wochen, aber rund läuft es deshalb noch lange nicht, denn ich habe mich immer noch nicht zu einer endgültigen Kurswahl durchringen können.

Von Anfang an: Ursprünglich hatte ich mir vier Kurse ausgesucht, von denen ich dann noch einen aussondern wollte. Die vier Top-Kandidaten waren: Economia internazionale (Internationale Ökonomie), Economia urbana (Stadtökonomie), Economia dell’ambiente (Umweltökonomie) und Economia e politica monetaria (Geldpolitik). Nun hat sich schnell herausgestellt, das letztgenannter Kurs im Grund für Master-Studenten konzipiert ist. Jetzt ist es nicht so, dass ich deshalb kategorisch die Flucht ergreifen würde, aber man muss sich ja nicht selber unnötig viele Steine in den Weg legen – also streichen wir den Kurs. Bleiben noch drei. Die Vorlesung „Internationale Ökonomie“ ist zwar sehr interessant, aber sowohl inhaltlich als auch sprachlich relativ anspruchsvoll. Um nicht gänzlich den Anschluss zu verlieren, habe ich mich dazu durchgerungen, den Kurs nur noch im Umfang von 6 Credits (ursprünglich waren 9 geplant) zu studieren. Dadurch reduziert sich der Umfang von drei Vorlesungen wöchentlich auf zwei. So ist es wenigstens halbwegs realistisch, dass ich am Semesterende ungefähr genauso weit im Lehrbuch vorgedrungen bin wie der Professor – grundsätzlich ein gutes Vorzeichen für eine abschließende Klausur. Die Reduzierung der Leistungspunkte wirkt sich zwar negativ auf meine Gesamtpunktzahl aus, ist aber noch im Rahmen. Das Hauptproblem ist eigentlich der Kurs „Economia urbana“, denn (1) ist der Dozent ein Dialekt-in-Hochgeschwindigkeit-sprechender Italiener, der (2) in meinen Augen ziemlich unspektakuläre Dinge zum Besten gibt (das mag allerdings auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass ich selbst in Höchstform nur die Hälfte verstehe). So weit, so gut. Um also besagten Kurs doch noch aus dem Programm zu streichen, habe ich gestern Abend die Veranstaltung „Storia economia“ (Wirtschaftsgeschichte) erstmals besucht. Die Dozentin verweilte bis letzte Woche in den USA, sodass der Kurs erst jetzt beginnt. Die Professorin ist auch sehr freundlich und wir sind insgesamt zu viert (Stephan, ein Italiener, die Professorin und ich). Im Grunde also ideale Voraussetzungen für einen Intensivkurs. Nun aber zum Haken der Geschichte: Der Kurse findet viermal wöchentlich statt, um die einmonatige Verspätung bis Weihnachten aufzuholen. Doch damit nicht genug: Wir treffen uns montags, dienstags und donnerstags von 20.00-22.00h und freitags von 18.00-20.00h – es handelt sich nämlich um einen sogenannten „Corso serale“ (Abendkurs). Und nun stehe ich vor der entscheidenden Frage: Ist der Kurs wirklich so viel interessanter, dass ich dafür meine Abende in der Uni verbringen möchte oder „quäle“ ich mich durch den „Economia urbana“-Kurs? Man weiß es nicht.

Nur Eines noch: In Erfurt ärgere ich mich immer, dass wir spätestens vier Wochen nach Semesterbeginn unsere endgültige Kurswahl beim Prüfungsamt abgeben müssen. Und wir sind dann auch verpflichtet, in den belegten Kursen eine Prüfung abzulegen. Aber einen positiven Aspekt hat dieses Vorgehen, wie ich jetzt erkennen muss: Man kommt nicht in die Situation, sich Mitte des Semesters noch einmal Gedanken über die Kursbelegung zu machen…


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Eine Antwort

3 11 2009
wildi83

Bist du wahnsinnig…auf keinen Fall nimmst du den Kurs. Wo soll ich denn dann abends Bier trinken gehen?

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